History 


1994

Immer im Clinch mit Konkurrent Nintendo, war es mal wieder an SEGA den nächsten technologischen Fortschritt zu machen, nachdem Nintendo mit seinem SNES die Spieler auf Ihre Seite zog.
Nachdem das MegaCD leider nicht so einschlug wie erhofft, gab SEGA´s damaliger Chef Hayao Nakayama im Januar 1994 den Auftrag, ein wieder auf Cartridges basierendes 32Bit-System zu entwickeln, welches pünktlich zu Weihnachten fertig sein sollte.
Zuerst noch unter dem Projektnamen "Project Jupiter" als Nachfolger des MegaDrive gedacht, entschieden sich SEGA of Japan´s Hideki Sato und Sega of America's Joe Miller dazu, einen Aufsatz für das bereits erfolgreiche MegaDrive zu entwickeln, um den Kundenstamm zu erhalten.
SEGA of America erhielt erstmals den kompletten Entwicklungspart für ein SEGA-System und so machten sich die Amerikaner unter neuem Namen "Project Mars" daran im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte zu schreiben.
Denn als das Projekt bereits am Laufen war, entschied man in Japan nun doch ein komplett neues, eigenständiges und auf CD basierendes System zu entwickeln.
Auf der Summer CES in Chicago konnten die Spieler und Weltpresse zum ersten Mal einen Blick auf die Neugeburt namens 32X werfen. Während die Spieler erstmal nur glücklich waren, ihren MegaDrive nun aufbohren zu können, fachsimpelte die Presse bereits über Sinn und Zweck im Angesicht des herrannahenden Saturn-Starts in Japan.
Mitte November war es dann zuerst für die Amerikaner eine Entscheidung für oder gegen den Aufsatz zu 150US$, einen Monat später startete das Addon unter dem Namen Super 32X in Japan.

1995

Im Januar kamen als letztes die Europäer für 400.-DM/£150 an das Gerät.
Zum Start gab es nur einige wenige Titel, so z.B. die nahezu 1:1-Automatenumsetzungen von Afterburner und Space Harrier als auch die aufgebohrten Versionen von Virtua Racing und vor allem Star Wars Arcade, welches zeitgleich in der Spielhalle Aufsehen erregte und so doch für Interesse am 32X sorgte. Vorbestellungen gab es unter den vielen MegaDrive-Besitzern nämlich sehr viele, vor allem in Amerika überschritten die Vorbestellungen die 1Mio-Marke, allerdings wurden für diesen Markt nur 500.000 Aufsätze produziert.
So konnte SEGA neben einigen technischen Mängeln, die zum Start auftraten, viele Spieler erst gar nicht mit dem 32X versorgen. Und dabei gab es vor allem in Amerika zum Start doch ein ansehnliches Software-Angebot. SEGA lieferte z.B. Virtua Fighter, World Series Baseball oder Stellar Assault; 3rd Party Entwicklungen ala BlackThorne, Doom, Pitfall oder Acclaim´s Titel wie Mortal Kombat II, NBA Jam T.E., NFL QB Club und den beiden WWF-Titeln konnten ebenso begeistern.
Im Herbst diesen Jahres realisierte SEGA zum ersten Mal was sie angerichtet hatten - Entwicklerstudios und Lizenznehmer ließen das 32X fallen und konzentrierten sich auf den Start der "richtigen" 32Bit-Systeme, SEGA´s Saturn und Sony´s Playstation. SEGA´s Versprechungen, das 32X auch nach dem Saturn-Start noch zu unterstützen und die Planung eines All-In-One-Gerätes unter dem Decknamen "Genesis Neptune" halfen nun nichts mehr. Das 32X-Fiasko war SEGA´s Gegenstück zu Nintendo´s "VirtualBoy"-Fehltritt.

1996

Alsbald gab es die letzten Spiele in Europa und Amerika (Darxide und Spider-Man: Web of Fire), während in Japan schon lange das Licht aus war und der Saturn große Erfolge feierte. Sicherlich war das 32X eine große Fehlplanung und ruinierte zu dieser Zeit das Ansehen SEGA´s, allerdings sollte man als MegaDrive-Besitzer trotzdem froh sein, dass es dieses formschöne Addon gibt, da man so an einige wirklich gute Spiele kommt.


SEGA 32X Tribute

Verkaufszahlen

Keine Angaben vorhanden!
Aber nicht allzu viele! ;-)
Grob geschätzt: 900.000 - 1.000.000 Stck.